Es gibt unglaublich viel Content im Netz – die meisten Content-Schätze treffen aber auf nur wenige Leser. Um den eigenen Content bekannt zu machen, muss man sich intensiv mit Content Promotion und Content Seeding auseinandersetzen. Der folgende Artikel zeigt auf, welche Disziplinen zu berücksichtigen sind und welche Tools Sie dabei unterstützen.

Die drei Content Promotion Disziplinen im Überblick

Im Bereich der Content Medien unterteilen wir Medien heute in eigene (owned media), verdiente (earned media) und bezahlte (paid media) Medien. Die folgende Abbildung zeigt, wie sich die Medienarten überschneiden. Die eigenen Medien – zum Beispiel der Facebook- und der Twitterkanal – eignen sich dazu, selbst als Sender zu fungieren. Diese Medien können Sie quasi kostenlos nutzen. Wenn Sie die Reichweite Ihrer Facebook Posts erweitern wollen, müssen Sie diese mit Geld amplifizieren – in diesem Fall bewegen wir uns im Bereich der Paid Media. Zusätzlich ist es wünschenswert, wenn externe Medien über Ihre Inhalte berichten und damit für weiterem Traffic sorgen. Dies ist typischerweise die Arbeit einer PR-Agentur, die Kontakte zu Journalisten herstellt, um darüber eine Medienberichterstattung zu stimulieren. Im folgenden gehen wir detailliert auf die einzelnen Disziplinen ein.

 

 

 

 

 

 

 

Content Promotion Disziplin 1: Senden

 

Listen Sie auf, welche Content Kanäle Sie selbst besitzen. Dazu gehört zum Beispiel Ihre Newsletter-Liste, soziale Medienkanäle und auch Ihr Blog, auf dem Sie Inhalte per RSS anbieten (RSS steht für Really Simple Syndication und ermöglicht den Lesern, die Inhalte zu abonnieren). Typische Tools zur Content Verbreitung sind zum Beispiel Hootsuite, Buffer und Tweetdeck. Eine deutsche Softwarealternative heißt dirico.io. Alle Lösungen verbinden Ihre Inhalte mit den Kanälen, so dass Sie Inhalte zeitlich planen können und dann automatisch auf die verknüpften Kanäle distribuieren.

 

Content Promotion Disziplin 2: Amplifizieren

Bei der Amplifizierung von Inhalten gibt es wie so oft viele Möglichkeiten, die alle gemeinsam haben, dass Sie Geld kosten. Native Advertising und Advertorials sind Werbeformate, die einen sehr redaktionellen Charakter haben und als inhaltlicher Mehrwert in meist reichweitenstarken Medien platziert werden. Outbrain bietet zum Beispiel an, dass Inhalte, die Sie auf Ihrem Blog in Form von Artikeln anbieten, automatisch als Teaser auf reichweitenstarken Webseiten wie bild.de eingebunden werden. Dabei achtet Outbrain darauf, dass die Integration Ihrer Teaserhäppchen auch thematisch gut passt. Die Überschneidung von Owned und Paid Media ist beispielsweise mit Facebook Advertising abbildbar. Wenn Sie somit auf Facebook einen Inhalt erstellt haben, können Sie mit dem facebookeigenen Werbesystem Ihre Inhalte weiter zielgruppengesteuert verbreiten. Facebook gibt Ihnen dazu Informationen, mit wieviel Mediabudget Sie wie viele Menschen in Ihrer Zielgruppe erreichen können.

Auch Suchmaschinenwerbung (SEA) ist eine passive Möglichkeit, mehr Leser für Ihre Inhalte zu generieren. Sobald die Leser bei Google nach Themen suchen, die Sie mit Ihren Inhalten verbinden, können Sie eine Werbung schalten, die auf thematisch passende Artikel verlinken.

 

Content Promotion Disziplin 3: Medien stimulieren

Die schwierigste Form der Content Promotion besteht darin, andere Medienvertreter davon zu überzeugen, über Sie und Ihre Themen zu schreiben bzw. zu berichten. Diese Disziplin wird klassisch den PR Agenturen überlassen, die Beziehungen zu Journalisten pflegen und diese nutzen, um Themen in reichweitenstarken Medien zu platzieren. Mittlerweile geht es über den klasssischen Bereich hinaus, so dass auch digitale Journalisten, die man als Influencer bezeichnet, mit Inhalten versorgt. Die Herangehensweise ist nicht ganz einfach. Software wie Traackr unterstützt Sie dabei, erst einmal relevante Influencer für Ihre Themen zu identifizieren. Es gibt aber auch professionelle Influencer-Plattformen, bei denen man Inhalte über Influencer verbreiten kann. Diese Schnittmenge zwischen paid und earned Media bietet beispielsweise die deutsche Plattform linkilike.

Fazit

Wichtig ist, bei der Content Promotion alle drei Disziplinen zu bedienen und ein genügend großes Mediabudget auf die Verbreitung des Contents zu verwenden. Die Content Promotion ist ein Modul des Content Marketing Masterplans, der aus insgesamt 20 Modulen besteht. Mehr Informationen zum Content Marketing Masterplan finden Sie auf folgendem Link.

www.contentmarketingmasterplan.de

 

 

 

 

 

Written by Frank Mühlenbeck

Eine zweistellige Zahl an Unternehmensgründungen in drei Ländern, acht eigene Bücher über Digitales Marketing und zahlreiche Beratungsprojekte bei mittelständischen und großen Firmen machen Mühlenbeck zu einem gefragten Referenten und Experten für digitale Geschäftsmodelle. Er begleitet Unternehmen in der Digitalen Transformation.

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