Wie viel wird über deutsche Startups im Netz gesprochen? Über welche Startup-Stadt wird am meisten gesprochen? Was sind die wichtigsten Themen? Und an welchen Quellen kommt kein deutsches Startup vorbei?

Mit der Monitoring-Studie „Digital-Echo Deutsche Startups“ haben Mühlenbeck Consulting und Drunk Octopus Communications über einen Zeitraum von drei Monaten von April bis Juni 2016 rund 60.000 Erwähnungen im deutschsprachigen Internet gesammelt und ausgewertet. Einige Ergebnisse waren voraussehbar, andere überraschen.

Das Titelbild der Studie legt die Überlegung nahe, dass Deutschlands Startups noch in den Kinderschuhen stecken oder gerade erst das „Fahren“ lernen. Im internationalen Vergleich ist das leider nahe an der Wahrheit. Die Investments, die in Amerika zur Ausstattung eines ganzen Fuhrparks reichen, bilden in Deutschland gerade mal das Fundament für ein paar Dreiräder. Trotzdem lassen sich viele Unternehmer darauf ein, das eigene Startup zu gründen.

Berlins Führung war voraussehbar

Digitales Echo Deutscher Startups Q2 2016

Digitales Echo Deutscher Startups Q2 2016

 

 

Insgesamt vereinnahmt Berlin 44% aller Erwähnungen unter den untersuchten deutschen Startups. Auf Platz 2 folgt München, dahinter liegt Hamburg. Platz 4 belegt Frankfurt am Main, Platz 5 Köln und das Schlusslicht bildet Düsseldorf. Setzt man allerdings die Einwohnerzahl ins Verhältnis zu den Erwähnungen, verändert sich das Bild. Platz 1 besetzt dann Frankfurt, dahinter folgt Berlin und und Platz 3 belegt München.

 

Insgesamt überwiegend positive und neutrale Erwähnungen zu deutschen Startups

Sentiment Deutscher Startups Q2 2016
Sentiment Deutscher Startups Q2 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

Die meisten Erwähnungen zu deutschen Startups finden sich auf Nachrichtenportalen. Dort weist die Stimmung (Sentiment) der gefundenen Beiträge auch den im Vergleich größten Anteil negativer Fundstellen auf, die mit der Farbe rot gekennzeichnet sind. Trotzdem ist im Vergleich zu den positiven  (grünen) und neutralen (gelben) Erwähnungen der Anteil der negativen Erwähnungen sehr klein, die Stimmung ist also durchaus im Großen und Ganzen als positiv zu bezeichnen.

Bei der Detail-Analyse zu den Quellen fand man heraus, dass die 5 stärksten Quellen soziale Medien sind. Auf Platz 1 zeigt sich mit über 14.000 Erwähnungen im untersuchten Zeitraum Twitter. Darauf folgen Facebook, Instagram, XING und Google Plus. Obwohl international LinkedIn das größere Businessnetzwerk ist, scheint für deutsche Startups das Business-Netzwerk XING relevanter zu sein.

Bei den TOP5 aller Nachrichtenportale führt gruenderszene.de noch vor deutsche-startups.de. Dahinter liegen bereits allgemeine Nachrichtenportale wie welt.de und heise.de sowie derwesten.de, die auch intensiv über deutsche Startups berichten.

Bei deutschen Startups dreht sich alles um den Kunden

Ein Prinzip der Digitalen Transformation besteht darin, den Kunden in den Mittelpunkt des Unternehmens – und damit aller Prozesse – zu stellen. Dieses Prinzip scheint bereits in die DNA der Startups zu fließen – schließlich findet sich das Wort „Kunden“ in den meisten Erwähnungen, die bei der Untersuchung gefunden wurden. Die folgende Tag Cloud gibt weitere Auskunft über die Gespräche zu deutschen Startups.

Tags Deutsche Startups
Tag Cloud Erwähnungen zu deutschen Startups 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Besonderheit fand sich bei dem Vergleich von Berliner Startups zu den restlichen Startups des Landes. In Berlin wurde wesentlich häufiger über Investoren gesprochen. Hier scheinen andere Bundesländer Nachholbedarf zu haben.

Übrigens war im gesamten Zeitraum der Social Media Post mit der höchsten Viralität ein Post von unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie lobte die Startup-Welt Berlins in den höchsten Tönen, was dem Standort in der Hauptstadt weitere Prominenz bescherte.

Die komplette Studie zum kostenlosen Download kann man mit dem folgenden Formular beantragen:
[inbound_forms id=“170″ name=“Download Studie „Deutsche Startups im Internet““]

 

Written by Frank Mühlenbeck

Eine zweistellige Zahl an Unternehmensgründungen in drei Ländern, acht eigene Bücher über Digitales Marketing und zahlreiche Beratungsprojekte bei mittelständischen und großen Firmen machen Mühlenbeck zu einem gefragten Referenten und Experten für digitale Geschäftsmodelle. Er begleitet Unternehmen in der Digitalen Transformation.

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